Individuell und abenteuerlich klingt der Wanderurlaub mit dem Zelt. Man spart indes einiges, indem man sein eigenes Zelt mitbringt und Essen auf dem Campingkocher zubereitet. Allerdings muss der Urlaub mit dem Zelt nicht immer angenehm sein.

Als wir letztes Jahr verreisen wollten, entschieden wir uns spontan für den Urlaub mit dem Zelt. Wir fuhren an die Nordsee, an der es einige schöne Campingplätze geben sollte. Einen genauen Plan hatten wir nicht, jedoch rechneten wir mit gutem Wetter, denn der Sommer fing bereits gut an. So bot sich die Nordsee als perfektes Ziel für den Urlaub mit dem Zelt an und den ersten Campingplatz, der uns geeignet erschien, steuerten wir an.

Beim Aufbau des Zeltes ergaben sich die ersten Probleme. Wie Männer nun mal sind, wollte mein Mann keinen Blick in die Anleitung werfen, sondern das Zweimannzelt selbstständig und ganz alleine aufbauen. Nach etwa zwei Stunden des Versuchens scheiterte er kläglich und gab ziemlich angesäuert zu, dass er vielleicht doch in die Anleitung hätte gucken sollen. Zusätzlich fing es bereits an zu nieseln und wir hatten noch immer kein Dach über dem Kopf. Nachdem ich die Aufbau-Anleitung also kurz überflogen hatte, stand das Zelt innerhalb von fünfzehn Minuten, so dass wir uns sowie unser Hab und Gut vor dem Regen in Sicherheit bringen konnten.

Leider hielt der regnerische Anfang, was er versprach: auch die nächsten Tage an der Nordsee wurden nicht sonniger. Der Himmel war grau, der Boden nass und die Stimmung düster. Unser laut Hersteller wasserdichtes Zelt nässte schon am zweiten Morgen durch, so dass wir durchgefroren und nass erwachten. Euphorisch, wie wir beim Packen waren, hatten wir keinerlei Regenbekleidung, Schirme oder warme Pullover eingepackt, so dass wir uns die Nächte bibbernd um die Ohren schlugen, immer in der Hoffnung, dass es am nächsten Morgen besser aussehen würde.

Die Hoffnung war vergebens. Eine ganze Woche harrten wir in unserem kleinen, feuchten Zelt aus, froren, zitterten, grummelten vor uns hin. Ausflüge in die Umgebung waren bei diesem Wetter undenkbar, sodass wir es im strömenden Regen gerade noch schafften, in das zum Campingplatz gehörende Café zu flüchten und uns dort regelmäßig mit einem heißen Kaffee aufzuwärmen. Schließlich brachen wir nach sieben Nächten das Zelt ab und machten uns auf den Rückweg Richtung Heimat.

Unser erster gemeinsamer Urlaub mit dem Zelt war ein absoluter Reinfall. Daher rate ich jedem davon ab. Natürlich kann ein Zelturlaub in der richtigen Umgebung auch klasse werden, wenn das Wetter mitspielt. Aber das Wetter ist nun leider unberechenbar und nicht vorhersehbar. Da gebe ich lieber ein paar Euro mehr aus, als den gesamten Urlaub buchstäblich ins Wasser fallen zu sehen. Wenn ich jetzt einen Zelturlaub mache, bin ich mit einem sehr guten Zelt von outdoor-zelte-zelt.de ausgestattet, welches jede Witterung außerhalb des zelts hält.