Archive for July, 2011

Campingurlaub

Für viele Deutsche ist ein Urlauber auf einer Insel mit Vollverpflegung nicht mehr zu finanzieren. Und auch für uns ist so ein Urlaub für zwei Erwachsene, vier Kinder und einem Hund nicht mehr zu bezahlen. Somit haben wir uns entschlossen, an der Nordsee einen Wohnwagen zu mieten, der ausreichend Platz für uns alle bietet. Zudem haben wir noch ein Zelt eingepackt, damit die größeren Kinder im Bedarfsfall außerhalb des Wohnwagens übernachten können. Es hat sich für uns als empfehlenswert herausgestellt, bereits einige Monate vorab die Campingplätze zu kontaktieren, um noch eine große Auswahl von Plätzen haben zu können. Nachdem wir gepackt hatten, konnte es endlich losgehen.

Am Campingplatz
angekommen, mussten wir uns erst einmal heimisch fühlen, auspacken und uns organisieren. Wir waren froh, dass wir einige Lebensmittel parat hatten, denn der Kiosk in der Nähe war doch recht preisintensiv. Glücklicherweise hatten wir den Wohnwagen inklusive Kühlschrank und Herd gebucht, so dass wir nicht auf die Restaurants in der Nähe angewiesen waren, denn wir wollten doch unser Geld sparen. Nach eifriger Erkundigung des Campingplatzes waren unsere Kinder sehr froh. Einerseits war der Spielplatz sehr schön und andererseits befanden sich viele Kinder in der Nähe, die sehr gerne mit unseren Kindern spielen wollten.

Nicht immer ist das Wetter an der Nordsee einladend, weshalb wir über die Spiele, die im Wohnwagen waren, sehr dankbar waren. Es empfiehlt sich also, auch an die schlechten Tage zu denken, damit sich die Kleinen nicht langweilen. Trotz allem ist die Nordsee mit entsprechender Kleidung auch wunderschön zu erleben und unsere Kinder haben sich unendlich über das sich lustig anfühlende Watt gefühlt. Wo sonst kommen Kinder in den Genuss, Krabben an den Füßen zu spüren?

Noch etwas ist uns aufgefallen: Im Zuge unserer Überlegungen haben wir uns entschieden, uns ein eigenes Bad auf dem Campingplatz zu mieten. Dies kostet nur wenige Euro mehr und wir kommen in den Genuss einer eigenen Toilette samt einer Dusche, die nur uns gehört. Noch dazu wurde unser Bad regelmäßig professionell und hygienisch gereinigt, so dass wir unseren Urlaub unbeschwert genießen konnten.

Insgesamt lässt sich sagen, dass ein Campingurlaub – gerade für Kinder – ein ganz tolles Erlebnis ist. Im Zelt oder auch in einem Wohnwagen zu übernachten ist wirklich etwas Besonderes, dass die Kinder nicht jeden Tag erleben können. Wir werden auf jeden Fall ein weiteres Mal über einen Campingurlaub nachdenken und freuen uns schon jetzt auf die besonderen Erlebnisse – Daumen hoch für das Camping!

Urlaub mit dem Zelt

Individuell und abenteuerlich klingt der Wanderurlaub mit dem Zelt. Man spart indes einiges, indem man sein eigenes Zelt mitbringt und Essen auf dem Campingkocher zubereitet. Allerdings muss der Urlaub mit dem Zelt nicht immer angenehm sein.

Als wir letztes Jahr verreisen wollten, entschieden wir uns spontan für den Urlaub mit dem Zelt. Wir fuhren an die Nordsee, an der es einige schöne Campingplätze geben sollte. Einen genauen Plan hatten wir nicht, jedoch rechneten wir mit gutem Wetter, denn der Sommer fing bereits gut an. So bot sich die Nordsee als perfektes Ziel für den Urlaub mit dem Zelt an und den ersten Campingplatz, der uns geeignet erschien, steuerten wir an.

Beim Aufbau des Zeltes ergaben sich die ersten Probleme. Wie Männer nun mal sind, wollte mein Mann keinen Blick in die Anleitung werfen, sondern das Zweimannzelt selbstständig und ganz alleine aufbauen. Nach etwa zwei Stunden des Versuchens scheiterte er kläglich und gab ziemlich angesäuert zu, dass er vielleicht doch in die Anleitung hätte gucken sollen. Zusätzlich fing es bereits an zu nieseln und wir hatten noch immer kein Dach über dem Kopf. Nachdem ich die Aufbau-Anleitung also kurz überflogen hatte, stand das Zelt innerhalb von fünfzehn Minuten, so dass wir uns sowie unser Hab und Gut vor dem Regen in Sicherheit bringen konnten.

Leider hielt der regnerische Anfang, was er versprach: auch die nächsten Tage an der Nordsee wurden nicht sonniger. Der Himmel war grau, der Boden nass und die Stimmung düster. Unser laut Hersteller wasserdichtes Zelt nässte schon am zweiten Morgen durch, so dass wir durchgefroren und nass erwachten. Euphorisch, wie wir beim Packen waren, hatten wir keinerlei Regenbekleidung, Schirme oder warme Pullover eingepackt, so dass wir uns die Nächte bibbernd um die Ohren schlugen, immer in der Hoffnung, dass es am nächsten Morgen besser aussehen würde.

Die Hoffnung war vergebens. Eine ganze Woche harrten wir in unserem kleinen, feuchten Zelt aus, froren, zitterten, grummelten vor uns hin. Ausflüge in die Umgebung waren bei diesem Wetter undenkbar, sodass wir es im strömenden Regen gerade noch schafften, in das zum Campingplatz gehörende Café zu flüchten und uns dort regelmäßig mit einem heißen Kaffee aufzuwärmen. Schließlich brachen wir nach sieben Nächten das Zelt ab und machten uns auf den Rückweg Richtung Heimat.

Unser erster gemeinsamer Urlaub mit dem Zelt war ein absoluter Reinfall. Daher rate ich jedem davon ab. Natürlich kann ein Zelturlaub in der richtigen Umgebung auch klasse werden, wenn das Wetter mitspielt. Aber das Wetter ist nun leider unberechenbar und nicht vorhersehbar. Da gebe ich lieber ein paar Euro mehr aus, als den gesamten Urlaub buchstäblich ins Wasser fallen zu sehen. Wenn ich jetzt einen Zelturlaub mache, bin ich mit einem sehr guten Zelt von outdoor-zelte-zelt.de ausgestattet, welches jede Witterung außerhalb des zelts hält.

Wanderurlaub

Ein Wanderurlaub eignet sich für alle, die genug haben vom stressigen Alltag, vom Großstadtmief und Menschenmassen. Raus in die Natur, lautet das Motto. Mit dieser Devise machte ich mich zusammen mit einer Freundin vor drei Monaten auf den Weg in einen Wanderurlaub.

Wir wählten kein konventionelles „Mainstream“-Ziel, schließlich wollen wir ja im Wanderurlaub auch etwas erleben. Da wir sowieso schon immer mal nach Israel wollten, suchten wir uns einen schicken Nationalpark im Lande heraus, den Ya’ar Yehudiyya Nationalpark nördlich vom See Genezareth.

Nachdem wir also der Rundreise durch Israel müde waren, starteten wir in den eigentlichen Wanderurlaub. Israel ist ein Land mit hervorragendem Klima, es ist warm, dabei jedoch nicht zu heiß gewesen. Unser Mietauto parkten wir auf dem einladenden Parkplatz vor dem Nationalpark. Es gibt die Möglichkeit, in der Nähe in großen Outdoor-Zelten zu übernachten und mehrere, unterschiedlich lange und mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen ausgestattete Wanderwege führen durch den riesigen Nationalpark.

Da wir uns unserer Fitness nicht ganz bewusst waren, entschieden wir uns für den Anfang erstmal für einen mittelschweren Weg, der uns zunächst fünf Stunden kosten sollte. Danach wollten wir entscheiden, wie es für uns weitergehen sollte. Den gewählten Weg haben wir keine Sekunde bereut!

Der Ya’ar Yehudiya Nationalpark ist nichts für Menschen mit Höhenangst. Ausgerüstet mit wasserfesten Wanderschuhen kletterten wir an Felswänden entlang, durchquerten tiefe Schluchten und balancierten über Steine durch Flüsse und Bäche. Das absolute Highlight auf diesem Wanderweg war eine acht Meter hohe Klippe, die es in einen See hinunter zu springen galt. Nachdem man den See dann durchschwommen hatte, führte der Wanderweg weiter durch eine Fels- und Steppenlandschaft. Die Natur war atemberaubend. Ein tosender Wasserfall folgte dem nächsten und auch einige ziegenartige Tiere waren in der Felslandschaft zu erblicken.

Nachdem uns dieser erste Wanderweg so gut gefallen hatte, beschlossen wir, gleich mehrere Tage im Ya’ar Yehudiya Nationalpark zu verbringen. Zwar hatten wir uns bereits am ersten Tag einen leichten Sonnenbrand eingefangen, jedoch hielt der Wanderurlaub durch diesen israelischen Nationalpark sicher noch einige andere Überraschungen für uns bereit.

Für alle weiteren, die einen Wanderurlaub in südlichen Gefilden, wie etwa Israel wagen, möchte ich einige Tipps loswerden: Die richtigen Wanderschuhe bzw. Trekkingschuhe sind das A und O! Wer nicht weiß, was einen auf den gewählten Pfaden erwartet, sollte auf wasserfestes Schuhwerk achten und vor allem Sonnencreme ist nicht zu vergessen. Besonders bei warmen Temperaturen ist Proviant wichtig, der allerdings nicht zuviel wiegen sollte, da jedes Gepäckstück zusätzliches Gewicht bedeutet. Und vor allem: Wer sich bei seiner Fitness unsicher ist, sollte lieber erstmal leichtere Wege wählen, um am Ende keine bösen Überraschungen zu erleben. Möchte man sich auf einem Campingplatz niederlassen, sollte man sich vorher genaustens darüber informieren, denn sonst droht ein böses erwachen.